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Gründerstory: Interview mit einem WordPress-Coach

Gründerstory: Interview mit einem WordPress-Coach

Jonas von WP Ninjas hat bereits mit 19 Jahren seine erste Internetagentur gegründet und hilft mittlerweile als Coach beim professionellen und selbstständigen Umgang mit WordPress. Wie er so früh zur Selbstständigkeit kam, was er von Work-Life-Balance hält und was sein Job mit Ninjas zu tun hat, verrät er in seiner Gründerstory.

Du hast Dich bereits sehr früh selbstständig gemacht. Wie kam es dazu und wie waren Deine Anfänge?

Das war eine Entscheidung mit langer Vorgeschichte. Ich versuche mal, das möglichst kurz zusammenzufassen. Nachdem ich die Schule abgeschlossen hatte, versuchte ich in zwei Praktika herauszufinden, was ich mit den nächsten Jahren anfangen möchte. Zunächst war ich einige Monate in einer Werbeagentur, in der ich Einblicke in sämtliche Bereiche erhielt. Dort habe ich erkannt, wie sehr ich mich für Marketing und Texting interessiere. Anschließend hat mich der Vater eines Freundes in seiner Druckerei aufgenommen und ich konnte dabei zusehen, was es heißt, selbstständig zu sein. In der Druckerei war ich nach einiger Zeit für das Google-Adwords-Marketing und das Redesign der Website verantwortlich, konnte somit erste Praxiserfahrung sammeln und zudem über mich selbst lernen, dass ich mir neue Fähigkeiten am liebsten autodidaktisch und via Learning-by-doing aneigne.

So und jetzt kommen wir zum entscheidenden Teil der Geschichte: Ich wusste also nach diesem Jahr, dass ich etwas mit Online-Marketing, SEO, Webdesign und Programmierung machen wollte. Tja und dafür gibt es leider weder Studiengang noch Ausbildung. Also habe ich meine Nase in Bücher und Online-Artikel vergraben und mit 19 Jahren meine Jotiga Internetagentur gegründet. Während dem ersten Jahr der Selbstständigkeit habe ich nebenher ein Fernstudium zum geprüften Webdesigner gemacht und konnte somit in allen Bereichen arbeiten, die mich interessierten.

Eineinhalb Jahre später – also Mitte 2015 – habe ich mich entschlossen, mit dem Bloggen zu beginnen, woraus Ende 2015 WP Ninjas entstanden ist. Auf diesem Online-Business liegt nun mein Fokus und ich bin täglich dankbar, diesen Weg gegangen zu sein – und Solopreneure dabei unterstützen zu dürfen, WordPress komplett selbstständig zu verstehen und zu bedienen.

Was sind denn so die Highs und Lows aus Deinem Coach-Leben?

In Bezug auf die Coachings sind die Höhepunkte ganz klar meine tollen Kunden. Es macht unfassbar viel Spaß jemandem helfen zu dürfen, der auch wirklich etwas erreichen möchte und diese Hilfe dankbar annimmt. So knüpfe ich durchgehend neue Kontakte, lerne in jedem Coaching selbst etwas dazu und weiß am Ende des Tages, dass ich anderen geholfen habe, einen Schritt weiter zu kommen. Eigentlich fällt mir nur eines auf, was bei Coachings als „Low“ bezeichnet werden kann, und zwar die immer wieder auftretende Unregelmäßigkeit der Coaching-Buchungen. Mal sind es zehn Stunden in einer Woche, mal fünf im Monat. Allerdings lässt sich das gut mit meinen anderen Angeboten und Kursen ausgleichen.

Die sogenannte Work-Life-Balance ist bei uns Selbstständigen ja oft eher schwammig. Was machst Du, um mal abzuschalten?

In meinen Augen gibt es als Selbstständiger im Online-Business keine Trennung zwischen Arbeit und Leben. Ich liebe das, was ich täglich mache. Auch wenn es natürlich nicht immer Spaß macht. Ich sitze auch gerne abends noch mit dem Laptop auf der Couch und suche mir aus meinen To-Dos etwas raus, das noch unbedingt erledigt werden sollte. Wenn mir eine Aufgabe über den Kopf wächst, gehe ich ins Fitnessstudio, spazieren, zocke eine Runde oder mache irgendetwas anderes.

Ich habe mich in den letzten drei Jahren in dieser Hinsicht sehr verändert. Als Selbstständiger in meiner Branche hat man die Freiheit, Termine zu legen, wie man möchte. Mein Tagesablauf ist kein „klassischer“ 12-14 Stunden Tag mehr, wie er es im ersten Jahr meiner Selbstständigkeit war. Wenn ich morgens aufstehe und die Sonne scheint, gehe ich gerne erst mal raus. Generell besteht meine Morgenroutine aus Lesen, Schreiben und Sport. Damit stelle ich bereits einen „Ausgleich“ zur Arbeit her. Falle ich mittags in ein Motivationsloch, mache ich die Xbox an oder drehe eine Runde auf dem Motorrad. So gesehen gibt es bei mir keine klar definierbare Work-Life-Balance, da beides sehr eng miteinander verknüpft ist und ich meine Zeit sehr frei einteile.

Mal aus Neugier: Wie kamst Du auf den Namen WP Ninjas?

Dahinter steckt ausnahmsweise mal keine Geschichte – zumindest keine, die mir bewusst wäre. „WP“ leitet sich natürlich von WordPress ab. Ninjas fand ich schon immer klasse, habe viele Ninja-Filme gesehen und in der Schule schon Referate über die Shinobi-Ninjas gehalten. Mehr kann ich dazu nicht sagen, der Name hat sich wohl einfach in meinem Hirn festgesetzt und ist geblieben.

Hast Du die optimale Lebensweisheit, die Du zukünftigen Gründern mitgeben möchtest?

An eine Lebensweisheit würde ich mich mit meinen 23 Jahren noch nicht wagen, aber an zwei Dinge, die mir erst seit meiner Selbstständigkeit klar geworden sind: Wenn du festhängst, halte dich an mein Motto „Einfach machen“. Läuft es gut, super. Läuft es nicht, ändere etwas. Das absolut Wichtigste ist das Mindset. Dankbarkeit und eine positive Einstellung bringen dich durch jede Lebens- und Arbeitssituation.

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