Content & Stories | 8 Tipps für mehr Kreativität – oder auch „Wo bleibt denn diese verdammte Muse?“
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8 Tipps für mehr Kreativität – oder auch „Wo bleibt denn diese verdammte Muse?“

8 Tipps für mehr Kreativität – oder auch „Wo bleibt denn diese verdammte Muse?“

Vor allem jetzt als freiberufliche Texterin und im Home Office merke ich, wie viel Wahrheit im Sprichwort „von der Muse geküsst“ steckt. Denn dieser Muse begegne ich wahrhaftig nicht jeden Tag. In Zeiten ihrer Abwesenheit erledige ich einfach Dinge wie Buchhaltung und sonstige Bürokratie, die nun einmal zur Selbstständigkeit gehören. Aber ich bin eben Texterin. Ich lebe von meiner Kreativität. Kein Wunder also, dass es Situationen gibt, in denen ich vor dem noch weißen Word-Dokument sitze und krampfhaft auf die Ankunft eben dieser besagten Muse warte. Manchmal taucht sie noch auf. Manchmal lässt sie mich eiskalt abblitzen. Aber Gott sei Dank habe ich bereits in der Vergangenheit gelernt, wie man ihr einen kleinen Schubs verpassen kann…

1. Wechsel den Arbeitsplatz

In meinem Fall wirkt eine andere Umgebung wie ein Wunder auf Motivation und Kreativität: Bereits als Angestellte bin ich, wenn beides mal an meinem Platz zu wünschen übrig ließ, einfach an den großen Konferenztisch im Nebenraum oder in den Garten gegangen. Und schon flossen die Ideen wieder. Lag das tatsächlich am Arbeitsplatzwechsel? War es einfach eine Self-Fulfilling Prophecy? Völlig egal, denn es hat funktioniert. Im Home Office sind die Möglichkeiten da etwas eingeschränkter, aber es gibt natürlich immer noch die Klischee-Lösung, sich mit Laptop in das berühmte Kaffeehaus mit „S“ zu setzen. Dort trifft man vielleicht sogar Kollegen, die einen zusätzlich inspirieren.

2. Raus an die Luft

Keine neue Weisheit: Bewegung an der frischen Luft kurbelt den Kreislauf an und versorgt das Gehirn mit Sauerstoff. Beides grundlegende Dinge für eine gewisse Leistungsfähigkeit. Vor allem an grauen, müden Tagen – oder eben, wenn die Laune wegen mangelnder Kreativität in den Keller sinkt – sollte man schnellstmöglich raus und sich den Frust von der Seele laufen. Machen aber wohl die meisten viel zu selten. In Zukunft versuche ich Tipp 1 und Tipp 2 zu verbinden, also zum nächstgelegen Café zu schlendern und dort hoffentlich mit neuem Elan ans Werk zu gehen.

3. Content sichten

Wenn ein Arbeitsplatzwechsel oder Spaziergang gerade nicht möglich ist, suche ich mir überall Inspiration, wo Content zu finden ist. Ich sichte meine bisher erstellten Artikel, denn vielleicht finde ich dort einen Aspekt, den ich für einen neuen Blogbeitrag nutzen kann. Ich durchforste die sozialen Medien (Ja, auch die Seiten, die nur Blödsinn enthalten) und verschiedene Online-Plattformen, lese Magazine und Zeitungen. In jedem Fall führt diese kleine Semi-Ablenkung zu mehr Kreativität, da sich mein Gehirn für ein paar Minuten mit etwas anderem beschäftigt, als mit der Aufgabe, die eigentlich dringend vom Tisch muss. Wenn ich dabei auf neue Ideen komme, umso besser.

4. Notizen nicht vergessen

Man weiß nie, wann einen die nächste zündende Idee überfällt. Mir passiert das sehr oft nachts. Zum Beispiel sind mir vor fünf Jahren Name und Konzept für den damals geplanten London-Blog um 3 Uhr morgens mehr oder weniger im Traum erschienen. Ab und an träume ich sogar von Sätzen, die so gut klingen, dass am Ende aus diesem Satz ein ganzer Beitrag entsteht. In solchen Situationen sollte man sofort (oder spätestens am nächsten Morgen) aufstehen und die Idee irgendwo vermerken. Manchmal arbeite ich an einem Projekt und währenddessen sammeln sich Ideen für die nächsten. Auch diese schreibe ich immer direkt auf, sodass sie mir nicht verloren gehen. Wer immer Notizblock und Stift dabei hat, kann sich jeden noch so kleinen Funken Kreativität aufbewahren. Das Handy tut’s natürlich auch.

5. Nutze mal wieder Papier

Ihr habt Euch die Idee vom letzten nächtlichen Kreativitätsschub schnell auf ein Blatt Papier gekrakelt? Gut. Dann füllt es jetzt weiter aus. Wisst Ihr schon eine tolle Einleitung? Was gehört alles in diesen Artikel? Was muss man noch recherchieren? Fällt Euch plötzlich die passende Überschrift ein? Sammelt alles auf diesem Blatt Papier. Je nach Typ kann man das natürlich direkt auf digitale Weise machen. Aber so richtig frei Ideen fließen lassen, funktioniert meiner Meinung nach auf klassische Art am besten.

6. Keine Kreativität vorhanden? Fang trotzdem an

Manchmal hat man keine Zeit, auf die Muse zu warten, und muss einfach loslegen. Wir haben schließlich Deadlines oder wollen mit unserer eigenen Agenda vorankommen. Ich stelle immer wieder fest, dass „einfach anfangen“ hilft. Ich weiß nach einer ersten Version meistens ganz genau, dass der Text so nicht bleiben wird. Jedoch dient mir das bereits Geschriebene am Ende als Basis. Kreativität ist manchmal eben auch ein mehrstufiger Prozess. Oft merke ich einen Tag später, dass die Erstversion gar nicht so schlecht ist, mein Perfektionismus mich am Vortag lediglich getäuscht hat. Andere Male schreibe ich fast alles um. Wie es am Ende auch läuft, fangt einfach an. Denn Ihr werdet Euch gut fühlen, wenn Ihr bereits ETWAS geschafft habt.

7. Abschotten

Im Home Office gelingt das prima: Keiner ist da, um Dich mit privaten Stories (die natürlich auch die Kreativität pushen können) abzulenken. Bei Bedarf kann man das Handy ausschalten, das Telefon ausstöpseln und das Internet, wenn nicht unbedingt gebraucht, einfach mal schließen. Ich gehe noch eine Stufe weiter und packe mir Ohropax in die Ohren, sodass mich weder Nachbarn, noch Baustelle, noch sonstige Geräusche von außen ablenken. Dann gibt es nur mich und den Text. Diesen hier schreibe ich gerade auch derart abgeschottet und vernehme nur das dumpfe Geräusch der Tastatur. Mir persönlich hilft das enorm bei der Konzentration und oft schreibe ich einen Erstentwurf dann in einem Rutsch durch. Also, probierts aus und verschanzt Euch.

8. Einen Tag Pause

Dieser Tipp steht in einem kleinen Widerspruch zu Tipp 6, ist aber trotz allem nicht weniger hilfreich. An manchen Tagen klappt es halt einfach nicht. Dann empfehle ich, die To-Do-Liste etwas anzupassen und was völlig anderes zu tun. Du musst die Versicherung anrufen? Dann mach das. Der Buchhaltungsordner muss aktualisiert werden? Das erfordert wenig Ideenreichtum und ist in diesem Moment die perfekte Aufgabe. Kreativität kann man nicht erzwingen. Man spricht nicht umsonst von der „kreativen Pause“. Und wer diese Pause wahrnimmt, wird merken, dass es am nächsten Tag schon wieder besser läuft. Die Muse ist eben ein launisches Wesen. Aber wie die Tipps zeigen, lässt sich durchaus mit ihr reden.

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