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Gründerstory: Interview mit einem Literaturmagazin

Gründerstory: Interview mit einem Literaturmagazin

Es wird endlich wieder Zeit für eine neue Gründerstory. Diesmal habe ich nicht nur eine Person, sondern eine ganze Redaktion befragt: TheLitopian ist eine literarische Online-Plattform für Leser und Autoren – Zitat: eine Alternative zum Mainstream in der Welt der Literatur. Was bringt die Arbeit für ein Literaturmagazin mit? Und welche berühmten Schriftsteller müssten sich welchen Fragen der kreativen Redakteure stellen? Das erfahrt Ihr, wenn Ihr weiterlest.

  1. litopian.net wurde 2016 als Nachfolger von buchbesprechung.de gegründet. Was hatte Euch denn dazu bewegt, ein neues Konzept für Eure Plattform aufzusetzen? Mit welchem Ziel?

Nach einigen Jahren als Buchbesprechung haben wir uns für die neue Aufmachung entschieden, um eine neue Zielrichtung einzuschlagen. Wir waren noch nie eine Seite für klassische Buchbesprechungen, sondern haben uns immer als Plattform für die Welt der Literatur aus verschiedenen Blickwinkeln verstanden. Das spiegeln wir nun auch mit dem neuen Namen TheLitopian wieder. Außerdem haben wir den Schwerpunkt der interaktiven Angebote ausgebaut: Buchclubs zum Mitmachen, spaßige Quizze, Schreibchallenges für kreative Köpfe und einiges mehr. Um den gemeinnützigen Charakter zu stärken, haben wir dafür den Verein „Literarischer Förderverein Litopian e.V.“ gegründet, dessen Einnahmen sowie Ausgaben allein dem Ziel zugute kommen, das literarische Gut zu fördern. Unter anderem haben wir zum Beispiel die Buchgeschenk-Reihe „Books4aBetterWorld“ gestartet, bei der wir auf der ganzen Welt Bücher für eine bessere Welt auslegen, deren Reise die Leser über bookcrossing.de verfolgen können. Mit dem neuen Konzept kommt natürlich auch das neue Design, in dem die Kategorien visuell hervorgehoben sind, so dass unsere Leser ihre Lieblingsartikel schneller finden können.

  1. Für zukünftige Gründer von Literaturmagazinen: Welche Hürden oder Herausforderungen gibt es denn eventuell zu meistern? Irgendwelche Profitipps?

Die größte Hürde war tatsächlich die rechtliche Seite. Um sich als Redaktion zu schützen, vor allem in der sich ständig wandelnden digitalen Welt, sollte man alles unter einer juristischen Person oder Personengesellschaft laufen lassen, zum Beispiel einem Verein oder einer GmbH. Damit ist das Vermögen der Redakteure von dem des Magazins getrennt. Sich dort einzuarbeiten, erfordert einiges an Zeit, lohnt sich aber auf lange Sicht. Nach der ersten Steuererklärung hat man dann auch alles einmal durchgestanden und macht das daraufhin ganz routiniert. Außerdem ist gerade die Online-Welt sehr schnelllebig. Man muss sich ständig neu hinterfragen und trotzdem versuchen, sich treu zu bleiben. Zum Beispiel haben wir uns einmal zum YouTube-Trend hinreißen lassen, jedoch schnell gemerkt, dass das nicht unseren Stärken entspricht. Andersherum war es eine gute Entscheidung, das aktuell vorherrschende Quizformat aufzugreifen, da wir hier unsere Ziele auf neue Weise umsetzen können.

  1. Wie sieht denn Euer Redaktionsalltag so aus?

Da sich litopian.net komplett durch ehrenamtliche Arbeit trägt, haben wir derzeit keinen festen Arbeitsplatz. Stattdessen treffen wir uns regelmäßig zu Redaktionssitzungen und besprechen die nächsten Vorhaben. Sehr viel klären wir darüber hinaus virtuell über Slack.

  1. Jetzt mal eine kreative Frage zu Eurer Themenwelt: Wenn Ihr die Chance hättet, drei Autoren zu treffen – ob nun lebend oder bereits verstorben – wer wäre das und wieso?

Wir haben das in der Runde diskutiert und sind dabei zu folgender Liste gekommen:

An Jojo Moyes: Wie schafft man es, aus nichts so viel zu machen?

An Edgar Allan Poe: Wie bist Du wirklich gestorben?

An die Grimm-Brüder: Was haltet Ihr von den Disney-Verfilmungen Eurer Geschichten?

  1. Und wie immer last not least: Habt Ihr die optimale Lebensweisheit, die Ihr zukünftigen Gründern mitgeben möchtet?

Solange es Spaß macht: Einfach tun, ohne nur auf die Kosten zu schauen, dabei aber von vornherein einen langen Atem einplanen.

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