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Don’ts! Diese Fehler solltest du als Selbstständige/r vermeiden

Don’ts! Diese Fehler solltest du als Selbstständige/r vermeiden

Sonst gebe ich ja immer fleißig Tipps zum Thema Existenzgründung und Selbstständigkeit. Heute soll es jedoch mal um Fehler gehen, die man während der Selbstständigkeit meiner Meinung nach auf jeden Fall vermeiden sollte. Im Umkehrschluss also wieder eine Tippliste – aber ab und an ein anderer Ansatz darf’s ja sein.

1. Zu wenig Aufwand in die Projekteinschätzung stecken

Jetzt hat der Text plötzlich doch mal 3 Stunden länger gedauert als vorher mit dem Kunden abgesprochen? Ist ärgerlich und sollte nicht zu oft passieren, denn am Ende wird das für den Selbstständigen schließlich immer zum Verlustgeschäft. Bereits zu meinen Agenturzeiten habe ich gelernt, wie wichtig detaillierte Projekteinschätzungen sind. Sichtet das Input-Material (Liegt genug vor? Muss ich noch mehr recherchieren?), klärt die jeweiligen Projektbedingungen (Kommt der Input per Telefonat oder in groben Stichpunkten?), legt den genauen Rahmen fest (Zeichenzahl? Textmenge? Deadline?) und setzt alles realistisch zueinander in Beziehung. Es ist zwar dann auch nur eine Schätzung, aber diese sollte – sowohl für den Kunden als auch für Euch selbst – so genau wie möglich sein.

2. Nicht offen und transparent genug kommunizieren

Ich lege sehr großen Wert darauf, meinen Kunden meine Arbeitsweise zu erklären und halte das über die komplette Zusammenarbeit hinweg aufrecht. Das beginnt bei der Projekteinschätzung, die ich dem Kunden detailliert aufgelistet zusende, geht über die erläuternden E-Mails und Kommentare zu einem Text und bis hin zur Rechnung, in der jeder einzelne Posten (Recherche, Konzeption, Texterstellung, Korrektur etc.) transparent aufgeführt ist. Der Kunde wird sich über diese Übersicht freuen und Euch zudem auch in Zukunft vertrauen, wenn Eure Leistung für ihn nachvollziehbar ist.

3. Zu wenig Zeit in ein Textkonzept stecken

Da kommt jetzt wieder der Ordnungsfreak durch, aber so wie ja sprichwörtlich „Ordnung die halbe Miete“ ist, ist für mich „das Konzept der halbe Text“. Diese Regel wird für mich umso wichtiger, je größer das Projekt ausfällt. Wenn ich für einen Kunden ein E-Book oder ein Whitepaper erstellen soll, stecke ich sehr viel Mühe in die Recherche und die Konzepterstellung. Dies sende ich dem Kunden zu, sodass er die Struktur des Textes im ersten Schritt absegnen kann, bevor ich mich ans Ausschreiben mache. Übrigens ist das dann meist recht schnell erledigt, da ich mich an dem Konzept wie an einem Gerüst entlanghangeln kann. Und da der Kunde bereits sein Okay gegeben hat, wird die Korrekturschleife am Ende überschaubar sein.

4. Entscheidungen überstürzen

Dem Text fehlt noch der letzte Schliff? Lieber nochmal liegen lassen und am nächsten Tag mit frischem Blick draufschauen, bevor er zum Kunden geht. Ihr wisst nicht, ob ein Projekt das richtige für Euch ist? Auch am besten zwei Nächte drüber schlafen und in Ruhe abwägen. Wir arbeiten unter Druck und haben nicht immer den Luxus, ewig grübeln zu können, das ist mir schon klar. Aber eine Entscheidung zu treffen, nur um sie schnell getroffen und vom Tisch zu haben, wird Euch am Ende nichts bringen. Denn im schlimmsten Fall war es die falsche. Ihr seid alleine für Euer Business verantwortlich, also nehmt Euch die Zeit für Entscheidungen. Denn nur das führt meiner Erfahrung nach zu Qualität.

5. Gegen das Bauchgefühl handeln

Ich hatte in meiner bisherigen (kurzen) Laufbahn als Selbstständige schon zweimal ein komisches Bauchgefühl, was Projekte anging – und mich deshalb dagegen entschieden. Ob ich mir das erlauben sollte? Ich denke ja, denn ich werde nur ein Projekt erfolgreich umsetzen können, wenn ich dahinter stehe und eine funktionierende Zusammenarbeit mit dem Kunden sehe. Vor allem langfristig. Das hat dann auch nichts mit verpassten Chancen zu tun, sondern damit, sich selbst treu zu bleiben und seiner Intuition zu folgen.

6. Zu lange To-Do-Listen schreiben

Jaja, das alte Thema. Meine To-Do-Listen. Ganz ohne kann ich nicht. Aber auch ich habe in den letzten Monaten gelernt, wie man realistisch plant. Manchmal war ich so übermütig und habe mir für einen Tag Aufgaben gesetzt, die man alleine konzentrationstechnisch aufgeteilt auf drei Tage besser schaffen würde. Da ist die Enttäuschung über sich selbst natürlich vorprogrammiert. Mit der Zeit bekommt man aber ein Gefühl dafür, wie lange welche Aufgaben (von der Buchhaltung bis zum Social-Media-Post) in Anspruch nehmen. Und wer ein geringeres Pensum am Tag tatsächlich geschafft hat, wird sich besser fühlen, als wenn er einem ohnehin unrealistischen Work Overload nicht gerecht geworden ist. Da spielt die Psyche mit, also trickst sie doch einfach ein wenig aus.

7. Kein finanzielles Polster schaffen

Sparen und Vorsorgen sollten wir ja alle irgendwie. Nicht nur für Anschaffungen und Urlaub, sondern auch auf lange Sicht. Selbstständige müssen jedoch immer auch an die jährliche Steuernach- bzw. -vorauszahlung denken und von Tag 1 der Selbstständigkeit an entsprechend zurücklegen. Am besten ein Steuerkonto eröffnen und niemals anrühren, damit ihr nicht in die Bredouille kommt, sobald das Finanzamt an die Tür klopft. Zudem solltet Ihr für schlechte Auftragszeiten Geld zur Seite schieben, um eventuell ein paar Wochen überbrücken zu können. Selbstständigkeit erfordert da eine andere Art, mit Finanzen umzugehen. Wer sich aber an diese verhältnismäßig simplen Regeln hält, ist auch hier auf der sicheren Seite.

8. Zu wenig Geduld mit sich selbst haben

Damit wiederhole ich mich, aber es ist eines meiner größten Learnings der letzten Monate. Erfolg in der Selbstständigkeit (und eigentlich Erfolg generell) kommt nun einmal nicht über Nacht, und genau deshalb ist es umso wichtiger, Geduld mit den Dingen und mit sich selbst zu haben. Die ersten Monate können zäh sein und die ein oder anderen Nerven kosten – meine verloren gegangenen der ersten drei Monate kriege ich auch nicht wieder zurück 😉 Aber Ihr müsst zuversichtlich sein, immer am Ball bleiben, optimistisch denken und den Spaß an der Sache nicht verlieren. Dann rollt das Business ab einem gewissen Punkt bestimmt wie von alleine.

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