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Sätze, die man in der Selbstständigkeit oft zu hören bekommt

Sätze, die man in der Selbstständigkeit oft zu hören bekommt

Nach fast neun Monaten als Freelancerin würde ich niemals behaupten, über alle Gründer-Weisheiten zu verfügen, aber ich konnte durchaus ein Repertoire an Sätzen anlegen, die ich während dieser Zeit immer wieder gehört habe – und die wohl auf jeden Selbstständigen-to-be warten. Also vielleicht findet Ihr vorab schon ein wenig Inspiration für die passenden Antworten.

  1. „Und davon kann man leben?“ oder auch „Hast du denn genug Aufträge?“

Ich weiß, mein Gegenüber möchte damit zumeist eigentlich nur eine Unterhaltung herbeiführen. Und doch denke ich mir bei diesen Fragen immer wieder, dass es doch bekanntermaßen mittlerweile so viele Freelancer gibt, die – soweit ich weiß – ihr Leben ziemlich gut und ohne regelmäßige Notsituationen bestreiten können. Also meine Antwort: Ja, man kann davon leben. Aber das passiert eben nicht von jetzt auf gleich. Man muss Akquise betreiben, sich potenziellen Kunden vorstellen, seinen Namen streuen und mit interessanten Inhalten und Aktionen eine gewisse Reichweite generieren. Kunden, Aufträge und Erfolge kommen eben nicht von alleine. Man muss vor allem in der Anfangszeit die Ärmel hochkrempeln und Vollgas geben, bis das eigene Business ein gewisses Tempo erreicht.

  1. „Wie kommst du denn an Kunden?“

Da hat wohl jeder seine eigenen Wege und oft gewinnt man Kunden auch durch Zufall. Bei mir persönlich ist es ein guter Mix aus gezielten Bewerbungen, Social-Media-Aktivitäten in Texter-Gruppen, Glückstreffer-Bekanntschaften während diverser Gründermessen, Weiterempfehlungen sowie Zufallskontakte, die ich im privaten Bereich bei Geburtstagen, Hochzeiten etc. kennenlerne und die mich wissen lassen „Ach, dich bräuchte ich mal!“. Also immer schön die Visitenkarten mitnehmen.

  1. „Die Sicherheit fehlt da aber schon, oder?“

Das Wort Freelancer enthält nicht umsonst das Wort „free“: Zum einen verfüge ich über viele Freiheiten und bin mein eigener Chef. Zum anderen geht mit dieser Freiheit natürlich auch der Verlust einer gewissen Sicherheit einher. Doch das klingt für Nicht-Selbstständige vermutlich schlimmer, als es eigentlich ist. Der Druck ist größer, klar. Und mit der fehlenden Sicherheit und Planbarkeit muss man (vor allem auch wieder am Anfang) leben können. Wichtig ist, sich nebenbei immer ein gewisses Polster für Zeiten anzulegen, in denen mal weniger Aufträge reinkommen oder plötzlich ein Kunde wegfällt. Dieses Risiko besteht und dessen muss man sich bewusst sein. Wenn das Geschäft aber läuft, wird diese Tatsache nicht ständig im Nacken sitzen.

  1. „Schon cool. Du kannst ja arbeiten wann und wo du willst!“

Ja, dem stimme ich zu. Die einzige Bedingung ist, dass es dort WLAN gibt. Aber nur so viel: Ich schlafe nicht täglich bis mittags aus oder liege nur am Strand. Ich habe zwar keine absolut feste Routine, was meine Arbeitszeit angeht, aber auch ich stehe morgens zeitig auf, um Projekte abzuarbeiten, für meine Kunden erreichbar zu sein, Deadlines einzuhalten und die vielen bürokratischen Drum-Herums zu erledigen. Meine Freiheit besteht eher darin, dass ich mal ein Nachmittagstief anderweitig nutzen kann, statt mich mit einer Schreibblockade abzuquälen, weil es draußen über 30 Grad hat. Durchaus sitze ich dann abends mal länger, dann aber mit frischem Gefühl und neuen Ideen. Dass ich jederzeit meine kreativen Phasen voll ausnutzen kann, sehe ich als einen meiner Hauptvorteile in der Selbstständigkeit.

  1. „Respekt. Ich würde wohl nur prokrastinieren.“

Nein, würdest Du nicht! Wer soll sich um Deine Kunden kümmern und das Geld verdienen, wenn nicht Du? Es ist ja schließlich Deine Selbstständigkeit, die da auf wackligen Füßen steht, wenn Du nicht am Ball bleibst. Prokrastinieren geht bestimmt bis zu einem gewissen Grad, vor allem bei Aufgaben, die erstmal keine hohe Priorität haben. Aber als Freelancer hat man Deadlines und Kunden, die sich auf einen verlassen. Ausgeprägte Aufschieberitis ist da fehl am Platz und wird am Ende nur schaden.

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