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Warum nicht mal…alleine verreisen?

Warum nicht mal…alleine verreisen?

Die Tatsache, dass man als Freelancer zeit- und ortsunabhängig arbeiten kann, habe ich jetzt schon oft als so ziemlich bestes Goodie der Selbstständigkeit hervorgehoben. Was kann denn bitte mehr für Freiheit stehen, als immer völlig ungebunden entscheiden zu können, wo man am nächsten Tag sein möchte? Solange das schnelle Internet gegeben ist, hält einen ja theoretisch nichts auf.

So fragt man mich auch regelmäßig, warum ich noch nicht auf und davon bin. Es liegt auf jeden Fall nicht daran, dass ich mich nicht auf den Weg machen möchte. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich gut darin, alleine unterwegs zu sein. Und „alleine“ ist meiner Meinung nach heutzutage sowieso ein relativer Begriff. Ich sehe mich im Moment eben als halben digitalen Nomaden, der eine feste Basis hat, aber immer mal zwischendurch Laptop & Co. einpackt, um Flexibilität und Freiheit zu nutzen. Meinen Hotspots London und Berlin kommt da eine besondere Rolle zu, da ich diese Städte durch Praktika, Jobs und Freundeskreise im Grunde als Zweit- und Drittheimat liebgewonnen habe.

Natürlich stehen noch viele Destinationen aus, die ich entdecken möchte. Nicht zwangsläufig, aber durchaus alleine. Für manche ist das nicht sonderlich verwunderlich. Andere wiederum verstehen nicht ganz, wie man Spaß daran haben kann, solo unterwegs zu sein. Eindrücke mit jemandem zu teilen, ist doch schön und wichtig. Stimmt, das kann ich nur bejahen. Und doch kann ich dem Single-Worken-and-Traveln viel abgewinnen. Was genau dazu gehört, habe ich Euch hier mal in Kürze aufgelistet.

  1. Man muss sich (überwiegend) auf sich selbst verlassen

Klingt vielleicht erst einmal nicht so toll, ist aber etwas absolut Positives. Ob es jetzt darum geht, einen Auslandsaufenthalt zu organisieren, sich an einem neuen Ort zurechtzufinden oder auf fremde Menschen zuzugehen. Alleine hat man nicht das „Wenn-ich-das-nicht-hinbekomme-dann-eben-mein-Reisepartner-Backup“. Das zwingt einen nicht nur dazu, offener zu sein, sondern reißt einen auch ab und an aus gewohnten Verhaltensmustern. Was mich schon zum nächsten Punkt bringt.

  1. Man wird aus der eigenen Komfortzone gerissen

Etwas zu wagen oder einfach mal alleine etwas Neues auszuprobieren, bedeutet auch immer, die eigene Komfortzone zu verlassen. Sich auf unbekanntes Terrain zu verirren. Einfach mal nach links abbiegen statt nach rechts. Wer weiß, was da auf einen wartet? Und was man da über sich selbst lernt? Wer sich aus seinen Gewohnheiten reißt, wird Fähigkeiten oder Eigenschaften in sich entdecken, deren man sich vorher so vielleicht nicht bewusst war. Was einen da von dem Altbekannten wegzieht, muss meiner Meinung nach übrigens nicht zwangsläufig ein fremder Ort sein. Es kann auch ganz simpel eine neue Arbeitsmethode sein, ein Event oder auch eine Person, die man im Zug X nach Ort Y getroffen hat. Die eigene Komfortzone verlassen musste ich definitiv, als ich mich selbstständig gemacht habe. Wie habe ich erst vor kurzem bei einem WhatsApp-Status einer Freundin gelesen: Great things never came from comfort zones.

  1. Man kommt zur Ruhe

Nicht durchweg jemanden um sich zu haben, erlaubt es, sich auch mal mit sich selbst zu beschäftigen. Dinge zu verarbeiten, Geschehnisse sacken zu lassen, neue Ziele abzustecken oder um einfach mal den Kopf richtig durchzulüften. Das macht ja heute gefühlt keiner mehr. Dabei sind Pausen und Auszeiten, wie ich immer predige, essentiell. Sei es, um Energie für kommende Projekte zu tanken oder um den Kreativitätsspeicher wieder aufzufüllen. Das passiert schließlich immer genau dann, wenn die Räder im Oberstübchen ausnahmsweise mal stillstehen.

  1. Man kann machen, was man will

Einfaches Statement mit ganz viel Wirkung. Und nein, ich bin kein komplett sozial-eingeschränktes Wesen. Aber immer alleine entscheiden zu können, was man wann wie lange macht, ob man sich spontan umentscheidet, ob man faul in den Tag lebt oder eben ein straffes Programm abhakt – das bezeichne ich durchaus als Luxus. Im eigenen Rhythmus und Tempo ohne Rechtfertigung arbeiten, urlauben oder was auch immer. Das hat meiner Ansicht nach einen Erholungseffekt auf das Gemüt, den man sich ab und an mal gönnen sollte.

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