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Warum nicht mal…anders entscheiden?

Warum nicht mal…anders entscheiden?

Die Entscheidung für die Selbstständigkeit ist nicht über Nacht gefallen. Bis ich tatsächlich gekündigt habe, gingen einige Recherchen, Gespräche mit bekannten Freelancern und Pro-Contra-Listen ins Land. Ja, richtig gehört. Pro-Contra-Listen. Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagen will, sollte sich vorher gut überlegen, was da alles auf ihn zukommt und ob er der Typ dafür ist. Das habe ich hier auf meinem Blog schon oft thematisiert.

Hier soll es deshalb jetzt gar nicht noch einmal um die Fragen gehen, die man sich vor der Kündigung stellen sollte oder um Gründe, die für das Freelancen sprechen. Ich möchte hier heute schlicht und einfach über das Thema Entscheidungen schreiben. Diese treffen wir täglich. Mal große und mal kleine. Manche sind schneller gefallen und andere wiederum beanspruchen etwas mehr Zeit. Einige von uns tun sich schwer mit Entscheidungen, anderen geht es leicht von der Hand. Wie, in welchem Tempo und für was wir Entscheidungen treffen, hängt meiner Meinung nach vor allem mit dem Typ Mensch und seinen Prioritäten zusammen. Und ja, die Art und Weise wie wir aufgewachsen sind und sozialisiert wurden, spielt da auch mit. Aber genau da ist der Knackpunkt.

So flexibel und offen unsere Gesellschaft mittlerweile ist, ich merke doch immer wieder, wie es in vielen Lebensbereichen „die eine“ vermeintlich richtige Entscheidung gibt. Wer den gegensätzlichen Weg geht, wird schief angesehen. Das habe ich vor allem während meiner Selbstständigkeit gemerkt. „Hast du dir das denn gut überlegt?“. Pardon, aber wie ich diese Frage hasse. Natürlich habe ich eine Entscheidung, die mein Leben dermaßen verändert, gut durchdacht. Und nur weil dieser Weg für andere nichts ist, heißt das nicht, dass es bei mir scheitern wird. Da man auch als Freelancer in seinem Alltag nach wie vor mehr auf Menschen aus dem klassischen Angestellten-Verhältnis trifft, wird man immer wieder mit Skepsis, Überraschung und gar Zweifeln konfrontiert. Pardon nochmal, aber was geht es Euch eigentlich an? Meine Prioritäten liegen derzeit einfach mehr auf der Selbstverwirklichung und auf den Freiheiten. Da nehme ich Unsicherheiten, weniger Materielles und vorerst geringere Planbarkeit gerne in Kauf. Was uns am Ende zufrieden macht, können schließlich nur wir allein entscheiden.

Was will ich jetzt mit dem Blogbeitrag sagen? – Traut Euch, Eure Entscheidungen nach Eurem Bauchgefühl zu treffen. Wenn sich etwas richtig anfühlt (oder auch das Pro in der Pro-Contra-Liste eindeutig überwiegt), dann ist es auch richtig für Euch, egal was die Mehrheit sagt, die Euch umzingelt. Ist es unkonventionell? Also nicht „normal“ und eher ungewöhnlich? Nicht den vorgefertigten Mustern entsprechend? Ist völlig egal, solange Ihr dabei happy seid. Ihr steht schließlich mit niemandem im Wettbewerb und Ihr müsst Euch vor niemandem rechtfertigen. Und wenn es doch mal nicht ganz funktionieren oder scheitern sollte? Das wäre wohl kaum der Untergang der Welt, denn an diesem Punkt könnt Ihr erneut eine Entscheidung treffen. In welche Richtung die geht, liegt wieder ganz allein bei Euch. Vor allem als Freelancer wird man lernen, auf die eigene Intuition zu hören. Zumindest war das bei mir der Fall. Und bisher habe ich keine einzige meiner Entscheidungen bereut. Die schwierigen Fragen des Lebens tauchen da übrigens eher mal an anderen Stellen auf. Apropos, was esse ich heute eigentlich zu Mittag…?

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