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Warum nicht mal…über Motivation philosophieren? Oder: Schlechtere Tage müssen leider auch mal sein.

Warum nicht mal…über Motivation philosophieren? Oder: Schlechtere Tage müssen leider auch mal sein.

Wer lange durchhalten möchte, der braucht zwei Dinge: Leidenschaft und Motivation. Das gilt generell, aber vor allem in der Selbstständigkeit. In jedem Job – ob jetzt angestellt oder freiberuflich – kann es mal holprig werden. Aber als Freelancer muss man alle Stolpersteine selbst aus dem Weg räumen und steile Hügel ohne fremde Hilfe erklimmen. Ich will mich hier gar nicht lange mit übertriebenen Metaphern aufhalten und ich will es auch nicht dramatisieren. Worauf ich hinauswill: Du musst (was auch immer Du anbietest) es zu 100 Prozent wollen und von Deinem Vorhaben überzeugt sein. Nur dann wirst Du dauerhaft motiviert sein, Dein Business zum Laufen zu kriegen. Antrieb ist also meiner Meinung (fast) alles.

Von Natur aus bin ich ein eher fleißiger und zielstrebiger Mensch (sagte sie in aller Bescheidenheit). Umso verwunderter war ich Anfang des Jahres, als ich während der Akquisephase irgendwann in ein Motivationsloch fiel. Es hielt zum Glück nicht lange an. Und trotzdem wirbelten die Fragen durch den Kopf: Warum bin ich ausgelaugt, wenn ich doch Lust auf das alles habe? Oder bin ich etwa nicht mehr überzeugt davon? Wo ist mein Antrieb hin? Wie kriege ich ihn wieder?

Jaja, klingt jetzt doch ein bisschen dramatisch. Fürs Protokoll: Ich habe es nie bereut, mich selbstständig gemacht zu haben. Das Freelancer-Dasein verlangt viel, gibt aber auch unglaublich viel. Und trotzdem muss man sich – bei aller Überzeugung – Methoden überlegen, wie man seine Motivation stets aufrecht erhält und am Ball bleibt, denn schlechtere Tage gibt es natürlich auch.

Wie gehe ich also vor, wenn ich mal weniger motiviert am Schreibtisch sitze? Ich habe mir in solchen Momenten angewöhnt, kurz für mich zu hinterfragen, woran das liegt: Warum geht mir eine Aufgabe nicht so schnell von der Hand? Manchmal habe ich an diesem Tag schlichtweg nicht so viel Energie und muss mich mit meinem Tempo dann eben abfinden. Manchmal stelle ich aber einfach nur fest, dass sich meine mangelnde Motivation nur auf einen bestimmten Bereich bezieht. So gibt es produktive Texterstellungs-Tage, an denen ich Blogbeiträge und Kundenprojekte in einem Schwung abarbeite. Genauso gibt es aber auch Tage, an denen ich weder schaffe, konzentriert ordentliche Bewerbungen rauszuschicken, noch eine vernünftige Überschrift zusammenzubasteln. Das sind die Krimskrams-Tage, an denen ich dann eben die vielen kleinen, aber wichtigen Dinge erledige, die zum Freelancing gehören. Buchhaltungsordner aktualisieren, Posteingang aufräumen, Social-Media-Posts der nächsten Wochen planen, Fotos und Ideen für eigene Marketingzwecke vorproduzieren etc. Irgendwer muss das alles ja machen und dieser „Irgendwer“ bist (soweit Du hier nicht Sachen ausgelagert hast) immer Du.

Wenn ich diese Dinge erledigt habe, dann passiert für gewöhnlich Folgendes: Ich spüre meine Motivation für die wichtigen Aufgaben wieder. Bei mir funktioniert das ganz klassisch, so wie es auch in der Motivations- und Emotionspsychologie beschrieben ist: Ich schaffe etwas, ich fühle mich gut deswegen oder erhalte positives Feedback dazu und bin direkt motiviert, die nächste Aufgabe vom Tisch zu wuppen, um diese wohltuende Schleife erneut zu drehen. Ja, Ihr hört richtig. Das Updaten meiner Buchhaltung kann in mir Motivationsschübe auslösen. Und diese simple Methode, um ein Motivationsloch zu überbrücken, funktioniert so gut wie jedes Mal.

Die Lust auf Arbeit kann (und sollte) man aber nicht einfach nur immer mit anderer Arbeit auslösen. Macht doch auch mal was auf den ersten Blick völlig anderes. Stichwort „Kreative Pause“. Ich beantworte zum Beispiel gerne Nachrichten, wenn es ideentechnisch mal hängt oder erzähle meiner Freundin per Voice Mail von meinem Tag. Kurz: Ich lasse Dampf ab – was manchmal schon reicht, um wieder weiterzumachen. Oder ich fühle mich danach sortiert und kann wieder mit klarem Kopf eine Aufgabe erledigen. Oft genügt auch das Browsen durch Facebook-Gruppen oder Instagram, um zu schauen, was die anderen Freelancer-Kollegen so treiben. Meist schöpfe ich daraus schon neue Energie und Ideen für die nächsten To-Dos. Kreativität und Motivation gehen da vor allem als Texter Hand in Hand. Bin ich kreativ, kommt die Motivation. Bin ich umgekehrt motiviert, kommt auch die Kreativität wie von alleine dazu.

Was will ich jetzt schon wieder sagen mit diesem Artikel? Motivation ist wichtig und sie ist essenziell. Doch manchmal braucht sie eben einen kleinen Schubser. Also findet heraus, was Euch motiviert oder auch demotiviert. Beobachtet Euch selbst, um zu erkennen, welche Aktionen welchen Effekt auf Euch haben. Und noch viel wichtiger: Verliert nicht den Glauben an Euch selbst oder zweifelt an Euren Fähigkeiten, nur weil es mal nicht so schnell vorangeht. Feiert Erfolge und verliert nie den Spaß an der Sache. Apropos: Ich könnte doch mal ein paar Dokumente abheften. Grad voll Bock drauf…

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