Me-Time statt Mimimi: Wie ich durch Selbstcoaching einen klaren Kopf behalte | Content & Stories
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Me-Time statt Mimimi: Wie ich durch Selbstcoaching einen klaren Kopf behalte

Me-Time statt Mimimi: Wie ich durch Selbstcoaching einen klaren Kopf behalte

Manchmal ist es an der Zeit, sich rauszunehmen – aus dem Alltag, dem Trubel und dem Stress. Sei es, um einfach mal allein zu sein, neue Energie zu tanken oder um sich in Ruhe Gedanken zu machen, wo man steht und wo man hinmöchte. Dieses Rausnehmen aus allem führe ich seit Beginn meiner Selbstständigkeit regelmäßig durch – und nenne es ganz simpel Selbstcoaching.

Vor allem am Anfang meiner Selbstständigkeit ist so viel in kurzer Zeit passiert, dass ich öfters das Bedürfnis hatte, kurz den Pausenknopf zu drücken und alles sacken zu lassen. Doch wenn es läuft, dann läuft’s eben – und man selbst als Freiberufler-Frischling im Hechtsprung hinterher. Trotz allem habe ich versucht, mir Zeit für ein Freelancer-Tagebuch einzuräumen, um alles Geschehene aus meinem Kopf und auf Papier zu kriegen, und wenn es nur 30 Minuten pro Woche waren.

Aus diesem recht einfachen Niederschreiben von allem, was in meinem Leben passiert, hat sich mit der Zeit eine bestimmte Inhaltsstruktur herauskristallisiert – bestehend aus Fragen, die ich mir immer wieder stelle und auch stellen sollte. Sie helfen mir, klarer zu sehen, wo ich stehe, was ich erreicht habe und was ich will. Sie sind zu einer Art Selbstcoaching-Programm geworden, das ich immer dann durchführe, wenn es mal zu viel wird oder eine wichtige Entscheidung ansteht. Vor allem in diesen Es-ist-alles-möglich-Zeiten hilft mir das immer wieder, den richtigen Weg in einem (schönen, aber doch manchmal überfordernden) Wald aus Optionen zu finden.

Wie oft oder wie lange ich mich hinsetze, um mich selbst zu coachen, hängt von der Zeit und dem Bedarf ab. Da gibt es keine Regel und ist wohl eine individuelle Entscheidung – genauso individuell wie die Fragen, die man an sich selbst stellt, sei es im Business oder im Privatleben. Ich werde Euch jedoch in Kürze zeigen, welche Fragen das in meinem Fall sind und die mich jedes Mal ein Stück weiterbringen.

Wo stehe ich aktuell? Welche Erfolge kann ich verzeichnen?

Hierbei konzentriere ich mich auf den Ist-Zustand meiner Selbstständigkeit. Schwarz auf weiß wird mir besonders deutlich, was gut lief und worauf ich stolz sein kann. Waren die Kunden besonders zufrieden in den letzten Monaten? Habe ich meine Ziele erreicht? Stechen Erfolge hervor, die so nicht absehbar waren und mich weitergebracht haben?

Bin ich mit der aktuellen Situation zufrieden? Wenn nicht, was fehlt mir?

Dabei wird es Zeit, ehrlich mit sich zu sein. Es ist nicht immer alles nur toll und ich versuche stets herauszufinden, womit ich zufrieden bin und ob mir etwas fehlt. Und wenn mir tatsächlich etwas fehlt, frage ich mich: Wie schwer wiegt das? Ist das nur ein kurzes Gefühl oder wird mich das in drei Monaten noch beschäftigen? Es geht aber auch umgekehrt, nämlich in die positive Richtung: Manchmal hat man das Gefühl, dass man etwas vermisst oder nicht ganz rund läuft, stellt aber nach reiflicher Überlegung fest, dass das Gegenteil der Fall ist. Auftritt Nörgeln-auf-hohem-Niveau. Und ich kann wohl für jeden sprechen, wenn ich sage, dass wir alle glücklicher sind, wenn wir diesen Auftritt vermeiden.

Welche Ziele / Prioritäten habe ich? Hat sich daran etwas geändert?

Welche Themen möchte ich gerne bearbeiten? Wie viel Umsatz strebe ich an? Inwiefern möchte ich mich kreativ ausleben? Möchte ich zum Beispiel meinen Blog ausbauen? Möchte ich eine Fortbildung bis Ende des Jahres absolvieren oder eine größere Reise planen? Wie verbinde ich das mit meiner Arbeit? Die Fragen, die man sich als Freelancer stellen kann/muss/sollte, sind zahlreich. Am Ende fallen diese Dinge meiner Meinung nach aber auf zwei große Fragen zurück: Was sind meine Ziele und was sind meine Prioritäten? Diese können sich immer wieder ändern – was völlig okay ist. Aber dann noch die alten Methoden anzuwenden und alten Wege einzuschlagen, könnte kontraproduktiv sein. Ich würde diesen Block hier wohl auch als wichtigsten meines Selbstcoachings bezeichnen: Denn nur wer sich darüber im Klaren ist, was er will und das entsprechend verfolgt, kann am Ende zufrieden sein. Die Meinungen anderer schiebe ich hier übrigens getrost immer zur Seite.

Wie erreiche ich meine (neuen) Ziele? Was kann und muss ich dafür tun? Welche Optionen habe ich?

Hier wird’s oft knifflig: Ich habe nicht umsonst bereits vom Optionen-Wald gesprochen. Zumeist stehen einem mehrere Möglichkeiten offen, um seine Ziele zu erreichen. Das ist wunderbar und anstrengend zugleich. Wie soll man da noch die passende finden? In meinem Fall löse ich das Problem immer durch eine Mischung aus Alle-Optionen-durchspielen, Ziele-Prios-Optionen-in-Relation-setzen und Auf-mein-Bauchgefühl-vertrauen. Besonders seit ich freiberuflich arbeite, merke ich, wie sehr ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen kann und lag damit bisher auch immer richtig.

 

Und wenn mal etwas nicht so laufen sollte, wie erhofft – trotz aller Überlegungen und gutem Gefühl? Ganz ehrlich, wir sind alles Menschen und nicht alles ist planbar. Einen Weg kann man korrigieren – sowohl auf Papier als auch im echten Leben. In dem Sinne wünsche ich sowohl „Frohes Coaching“ als auch „Let life take care of it“.

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