Mein Freelancer-Mindset: Vier Säulen für gute Kundenbeziehungen | Content & Stories
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Mein Freelancer-Mindset: Vier Säulen für gute Kundenbeziehungen

Mein Freelancer-Mindset: Vier Säulen für gute Kundenbeziehungen

Als freiberufliche Texterin haue ich ordentlich in die Tasten, strukturiere, konzipiere und korrigiere – Worte, Sätze, Passagen und Überschriften. Doch ich bin gleichzeitig Projektmanager und Berater, sowohl vor einem Projekt als auch währenddessen. Was bei diesen Rollen besonders wichtig ist und warum das für mich die Basis für erfolgreiche Projekte und Kundenbeziehungen darstellt, erläutere ich Euch im folgenden Blogbeitrag.

Anleitung:

Eine Kundenbeziehung beginnt wie jede andere Beziehung mit einem ersten Kontakt, sei es das zufällige Treffen auf einer Gründermesse, eine Anfrage per Social Media oder eine kurze Nachricht per E-Mail. Zumeist folgt darauf ein Kennenlern-Telefonat, bei dem sich beide Parteien konkreter vorstellen (Was bieten wir an? Was ist unser Ziel? etc.) und darüber sprechen, wie eine zukünftige Zusammenarbeit aussehen würde. Ich nehme bereits in dieser Vorphase die Rolle des beratenden Textprojektmanagers ein und versuche, anleitend zu agieren. Mit „anleitend“ meine ich natürlich nicht, dass ich die Erläuterungen des Kunden überfahre, sondern dass ich bereits seinen ersten Projektvorstellungen eine mögliche Struktur und Richtung gebe: Der Kunde benötigt eine neue Website? Dann zeige ich ihm die (groben) Schritte auf, die dafür nötig sind. Er möchte ein neues Produkt vorstellen und hat bereits Textmaterial gesammelt? Dann erläutere ich ihm, welche Textformen sich an dieser Stelle anbieten. Vorrangiges Ziel eines Erstgesprächs ist es herauszufinden, ob man zusammenpasst – und dazu zählen nicht nur Sympathien, sondern auch Umsetzungswünsche und Arbeitsweisen. Je mehr diese harmonieren, umso erfolgreicher wird ein gemeinsames Projekt verlaufen.

Vollständigkeit:

Es kommt zu einer Zusammenarbeit? Prima! Nun gilt es, umfassende Vorarbeit zu leisten. Und ich erkläre meinen Kunden auch immer den Grund dafür. Je mehr Informationen und Material ich zu Beginn vorliegen habe, umso effektiver kann ich Texte für meine Kunden erstellen – und das wiederum spart Bearbeitungszeit und Korrekturschleifen auf beiden Seiten. Bei einem Website-Projekt zum Beispiel erhalten meine Kunden einen ausführlichen Fragenkatalog zu Struktur, vorliegendem Material und gewünschter Tonalität, damit ich dies von Anfang an berücksichtigen kann. Ich berate meine Kunden immer vollständig und umfassend, was konkret bedeutet: Welche Textformen sind möglich? In welche einzelnen Schritte sollte man das Projekt unterteilen? Welche Vorgehensweise würde ich dabei empfehlen und wieso? Was sind die Vor- und Nachteile verschiedener Vorgehensweisen? Wo sind Rücksprachen notwendig? Mein Ziel ist ein möglichst effizienter Projektverlauf und dafür sind vollständige Basisinformationen unerlässlich.

Transparenz:

Meiner Meinung nach ist Transparenz das A und O für vertrauensvolle Kundenbeziehungen. Das beginnt bei der ersten Beratung und geht über die Projektumsetzung bis zur Rechnungsstellung. Wenn ich Texte erstelle, dann fast nie ohne erläuternde Kommentare oder kurze Erklärung per E-Mail. Warum bin ich manche Passagen so angegangen? Welche Rückfragen müssen wir noch klären? Welche Alternativen ergeben sich zum Beispiel bei Überschriften, sollten diese notwendig sein? So erhält der Kunde nicht nur einen genauen Einblick in mein Was und Wieso, sondern weiß genau, welche Schritte als Nächstes folgen. In der Rechnung wiederum schreibe ich nicht einfach „Website-Erstellung“ als Posten auf, sondern teile das in die besprochenen Schritte wie „Keyword-Recherche/Recherche“, „Texterstellung“ oder „Rücksprache/Feedbackschleife“ auf. Durch stetige Transparenz zeigt man dem Kunden, dass das Projekt in guten Händen ist und man nimmt ihn sozusagen während der Umsetzung mit – und schafft somit Vertrauen.

Konsistenz und Verantwortungsbewusstsein:

Wie bereits am Anfang erwähnt, sehe ich mich nicht nur als Texter, sondern auch als Textprojektmanager. Das bedeutet, dass ich Verantwortung für die Umsetzung des Projekts übernehme und dementsprechend konsistent arbeite. Dazu zählen auch die regelmäßigen Rückfragen beim Kunden, sollte eine Korrektur auf deren Seite liegen oder es an einem bestimmten Projektschritt haken. Ich versuche, das Projekt voranzubringen, aber natürlich ohne Druck auszuüben – denn am Ende entscheidet der Kunde, ob sich das Timing ändert. Trotzdem ist mir als Dienstleister besonders wichtig, dass mein Kunde mit seinem Projekt erfolgreich an sein Ziel gelangt – und dafür bin ich immer wieder präsent.

Diese vier Säulen bilden meiner Meinung nach zusammen das Gerüst für erfolgreiche Projekte und zufriedene Kunde – was nicht zuletzt zu Kundenvertrauen und Kundentreue führen kann. Mir ist es wichtig, mit meinen Kunden über ein konkretes Projekt hinaus in Kontakt zu bleiben und langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Kein Wunder also, dass mir gestern Nacht eine erste Idee für die diesjährigen Weihnachtskarten gekommen ist…aber alles Schritt für Schritt.

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