Hyper-Fokus durch Thementage? Eine Testwoche | Content & Stories
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Hyper-Fokus durch Thementage? Eine Testwoche

Hyper-Fokus durch Thementage? Eine Testwoche

Als Freelancer stelle ich mir regelmäßig die Frage, ob und wie ich meinen Arbeitsalltag effizienter gestalten kann. Bis dato habe ich da keinen strikten Plan, ich nehme lediglich eine grobe Wochenplanung vor. Das Schöne am Freiberufler-Sein ist schließlich, dass ich meine Zeit frei einteilen und genau dann kreativ sein kann, wenn mich die Muse küsst – ob das nun morgens, nachmittags oder nachts ist.

Und doch habe ich mich öfters gefragt, ob ich effizienter arbeite, wenn ich Thementage einführe. Das bedeutet: Ich fokussiere mich einen kompletten Tag lang nur auf einen Bereich meiner Arbeit, wie zum Beispiel Marketing, Texterstellung oder Akquise. Gelingt es mir, mich nur auf einen Bereich pro Tag zu konzentrieren? Macht das Sinn? Oder laufe ich damit kontraproduktiv gegen die kreative Freiheit? Ein Testbericht.

Marketing Monday

Am Montag zeigten alle Pfeile Richtung Marketing und Kundengewinnung. Ich stellte die restlichen Informationen für eine Blogkooperation zusammen, beantwortete Anfragen und prüfte neue Projektmöglichkeiten. Bevor ich fast den ganzen Nachmittag mit der Gestaltung von Anzeigen verbrachte, schob ich ein Themenbrainstorming für einen Kunden ein – die einzige Ausflucht aus meinem Marketing Monday. Zum Schluss begann ich noch diesen Blogartikel. So weit, so gut.

Typing Tuesday

Dienstag war der Tag der Content-Erstellung. Zu viele unfertige Beiträge lagen für meinen Freelance Blog im Ordner, die ich immer wieder mit „demnächst“ vertröstete. Tatsächlich schaffte ich es, drei Blogartikel mit dem letzten Feinschliff zu versehen. Außerdem brainstormte ich an diesem Tag, welche Art von Freebie meine Zielgruppe interessieren könnte. Aber Leute, irgendwann ist auch mal Schicht im Schacht im kreativen Fluss – so musste ich mich am Nachmittag einem neuen Themenbereich widmen. Trotzdem habe ich das Gefühl, der Content-Fokus hat mich vorangebracht. Und abends ging es als Belohnung zum digitalen Texterstammtisch. Prost!

Win-your-clients-Wednesday

Vor allem was Kundenarbeit angeht, habe ich gerne einen kompletten Tag, an dem ich mich nur auf ein einziges Projekt konzentrieren kann. So habe ich am Mittwoch ein neues Kundenprojekt und dafür zwei Blogbeiträge begonnen. An diesem Tag war ich zwischendurch durch kleinere Social-Media- und Marketing-Aufgaben abgelenkt, widmete mich später aber wieder der Kundenkommunikation und bereitete neue Projekte vor. Der Hyper-Fokus auf den Kunden hat mich an diesem Tag auf jeden Fall viel Wichtiges meistern lassen.

Type-your-thumbs-off-Thursday

Mein Donnerstag war erneut dem Kunden vorbehalten. Ein Beitrag wurde finalisiert, von einem zweiten die Erstversion erstellt. Außerdem habe ich viel Kundenkommunikation durchgeführt, also E-Mails beantwortet, Anfragen bearbeitet und Termine koordiniert.

Freaky-half-free-Friday

Countdown zum Wochenende, das für mich in dieser Woche bereits Freitagmittag begann: Bis dahin arbeitete ich noch querbeet restliche Aufgaben ab, um danach wohlverdient die Sonne genießen zu können. Ich sendete einen weiteren Text an meinen Kunden, führte ein spontanes Telefonat mit einem Interessenten und plante die nächste Woche. Wird diese nun auch in Thementagen verlaufen?

Pros der Thementage

Rückblickend habe ich den Eindruck, dass ich in dieser Woche mehr geschafft habe als üblich. Vor allem im Bereich Marketing und Content-Erstellung habe ich für die nächsten zwei bis drei Wochen gut vorgearbeitet, sodass ich jetzt mehr Zeit für andere Dinge habe und mich wiederum auf die kommenden Kundenprojekte konzentrieren kann. Wenn ich einmal im Fluss war, gingen die Aufgaben auch viel schneller von der Hand – vermutlich, weil ich schon besser das große Ganze sehen konnte und dadurch noch motivierter war.

Cons der Thementage

So schön Thementage auch sind: Sie sind nicht immer leicht umzusetzen und hängen von verschiedenen Faktoren ab, so unter anderem von meinen (kurzfristigen) Terminen und Anfragen, von den laufenden Kundenprojekten (die Vorrang haben) und von meiner Tagesform. So ist es nicht immer möglich, einen ganzen Tag lang Content zu produzieren und dann auch noch mit der Erstversion zufrieden zu sein. Viel Planung ist auf dem Papier schön, im echten Leben aber nicht immer durchführbar. Und das ist übrigens gut so!

Fazit

Thementage werde ich definitiv auch in Zukunft wieder durchführen, vor allem Schreibtage und Kundenprojekttage, bei denen mich jede Ablenkung aus dem Flow reißt. Bei diesen Aufgaben tut mit der Tunnelblick unglaublich gut und führt zu besseren Ergebnissen. Allerdings werde ich Thementage nur noch zwischendurch einplanen und nicht mehr fünf Tage am Stück, denn sowohl das „Live“-Arbeitsgeschehen als auch die Kreativität lassen sich nun einmal selten terminlich festlegen. Heute stehen zum Beispiel Marketing inkl. Social Media und Kundenarbeit an. Was ich aber vermissen werde? Meinen Tagen hübsche Namen geben zu können. Naja, ich bin dann mal off für meinen Two-topics-a-day-Tuesday…oder so.

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