Warum Zweifel dazugehören – und nichts bedeuten müssen | Content & Stories
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Warum Zweifel dazugehören – und nichts bedeuten müssen

Warum Zweifel dazugehören – und nichts bedeuten müssen

Und? Gab es schon den Moment, in dem du deine Kündigung bereut hast? Diese Frage stellte mir ein selbstständiger Freund kurz nachdem mein Freelancer-Leben begann. Das ist jetzt fast drei Jahre her und bis heute kann ich diese Frage mit Nein beantworten. Allerdings weiß ich genau, woher diese Frage rührt, denn die Selbstständigkeit hat – wie eigentlich jede (Arbeits)Situation – seine Vor- und Nachteile. Ganz klar, dass es auch mal Momente des Zweifels gibt, vor allem am Anfang. Wir sind ja schließlich alle nur Menschen. Jedoch ist ein schlechter Tag mit trüben Gedanken noch lange kein Grund, seine Entscheidung zu bereuen oder gar zu revidieren.

Die Rückmeldungen der Neukunden lassen auf sich warten? Ein Projekt hat sich verschoben? Der Umsatz der nächsten Wochen ist noch nicht planbar und überhaupt ist alles irgendwie gerade zu viel? Es gibt Tage, an denen nervt einfach alles. Nichts will gelingen. Nichts geht schnell genug. Und warum schafft man es einfach nicht, zehn Aufgaben gleichzeitig zu meistern? Überhöhte Anforderungen an sich selbst, Ungeduld, aber auch schlechte Planung oder zu wenig Schlaf sorgen regelmäßig (und nicht nur bei Selbstständigen) zu solch miesen Tagen. Das ist normal und gehört dazu. Wichtig ist nur, diesen schlechten Tagen nicht zu viel Bedeutung beizumessen. Vor allem nicht, wenn es im Großen und Ganzen doch gut läuft, oder?

Gehen wir aber eine Stufe höher. Es gibt schließlich nicht nur Momente mit schlechter Laune, sondern eben auch Momente des konkreten Zweifels. Was passiert, wenn ich keine Aufträge bekomme? Oder wenn mir alles zu viel wird? Kann ich wirklich dauerhaft ohne diese Sicherheit leben? Wäre ich in einer Festanstellung besser aufgehoben? Wenn euch als Freelance-Neulinge ab und an solche Fragen quälen, dann kann ich euch beruhigen. Ich kenne wohl niemanden aus unserer „Branche“, der diese Gedanken nicht mindestens einmal hatte. Das heißt nicht, dass ihr eine Fehlentscheidung getroffen habt, sondern nur, dass ihr eure Situation evaluiert und diverse Möglichkeiten durchspielt. Und das ist meiner Meinung nach gut so. Manchmal muss man sich eben selbst gewisse Fragen stellen, um zu überprüfen, ob der aktuelle Kurs richtig ist. Jedoch sollte man sich diese Fragen realistisch, in Ruhe und langfristig beantworten und nicht aus einer schlechten Laune heraus. Am nächsten Tag schon kann nämlich alles wieder viel besser aussehen.

Apropos: Warum man keine Angst vorm Scheitern haben sollte, warum Priorisieren wichtig ist und was ich unter Selbst-Coaching verstehe, erfahrt ihr in diesen themenverwandten Beiträgen:

Risking a fuckup? Oh fuck, yes!

Priorisieren als Freelancer-Kompetenz

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