Freelance vs. Festanstellung | Content & Stories
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Freelance vs. Festanstellung: Was soll es für dich sein?

Freelance vs. Festanstellung: Was soll es für dich sein?

Fast acht Wochen ist es her, dass ich einen Neustart wagte – diesmal in die andere Richtung zurück in die Festanstellung. Der Grund? Auch als Freelancer ist es möglich, sich sein eigenes Hamsterrad zu bauen, in dem nach einer gewissen Zeit die berufliche Entwicklung zu stagnieren scheint. Und genau in diesem Hamsterrad befand ich mich – ganz unabhängig von Corona. Versteht mich nicht falsch. Die 3+ Jahre meiner Selbstständigkeit waren die wohl lehrreichste und spannendste Zeit – und ich habe diesen Schritt nie bereut. Genau deshalb führe ich nach wie vor diesen Blog, um euch von dem aufregenden Leben als Freiberufler zu erzählen. Für mich persönlich war es eben einfach Zeit für ein neues Kapitel.

Als ich dies merkte, fragte ich mich: Was nun? Neue Projekte suchen? Klar! Mich online weiterbilden? Kein Problem! Eine Agentur gründen und somit die Selbstständigkeit weiter ausbauen? Hatte ich überlegt, mich aber ehrlich gesagt nie in der Rolle einer Agentur-Geschäftsführerin gesehen. Es mussten trotzdem neue Herausforderungen her. Neue Impulse. Neue Lernerfolge. Und ganz simpel gesagt: Die nächste Stufe!

Nun arbeite ich seit fast zwei Monaten als Content Editor & Writer in einem großen Unternehmen – nebenberuflich bleibt meine Selbstständigkeit bestehen. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich sowohl das Gelernte der letzten Jahre anwenden kann (und mich meine Selbstständigkeit ideal für diesen Posten vorbereitet hat) als auch jede Menge Neues lerne und mich als Redakteurin weiterentwickle. Für einen Bericht à la „Wie war der Umstieg von der Selbstständigkeit zurück zur Festanstellung“ ist es noch etwas früh. Aber für jeden, der vor der Entscheidung Freelance Life vs. Festanstellung steht, möchte ich kurz zusammenfassen, inwiefern sich beide gegenüberstehen.

Vorweg: Basis für deine beruflichen Entscheidungen sollten immer deine Ziele und Prioritäten sein. Denn Fakt ist, dass sowohl Selbstständigkeit als auch Festanstellung ihr Für und Wider haben. Hier gibt es keine allgemeingültigen Antworten darauf, was das Richtige ist. Das musst du immer unabhängig von anderen entscheiden. Aber legen wir doch erstmal los:

Als Freelancer bist du unabhängig, dein eigener Chef und kannst dich beruflich völlig frei ausleben, JEDOCH trägst du eine Menge Verantwortung und musst viel Disziplin beweisen, damit diese Freiheit überhaupt funktioniert. Ich spreche hier gerne von einer geplanten Freiheit, auch wenn es kontrovers klingen mag. In der Festanstellung bist du nicht dein eigener Chef und an Prozesse und Strukturen gebunden, ABER diese Strukturen geben dir planerische und finanzielle Sicherheit – mal abgesehen davon, dass du dich komplett auf deine eigentlichen Aufgaben konzentrieren kannst, denn das „Nebenher“ wie Akquise und Bürokratie entfallen.

Was wiegt für dich mehr? Freiheit oder Sicherheit? Teamarbeit oder Solotrip? Kreative Selbstverwirklichung oder kreativer Rahmen, in dem du dich bewegst? Beachte dabei: Heutzutage schließen sich diese Punkte nicht gegenseitig aus. Auch Festangestellte können recht frei und flexibel sein, indem sie zum Beispiel remote arbeiten und reisen dürfen. Genauso kann sich ein Selbstständiger sicher fühlen, wenn er entsprechend vorauschauend mit seinen Finanzen umgeht und für Rücklagen sorgt. Eine Festanstellung schließt nicht aus, dass du dich beruflich und kreativ ausleben kannst (die meisten Chefs freuen sich) und als Freelancer bist du nicht immer allein oder lebst nur von Monat zu Monat. Hier kommt es ganz auf die individuelle Stelle und deine Umsetzung des beruflichen Werdegangs an.

Wo also nun ansetzen? Coache dich einfach selbst! Frage dich, was deine Ziele sind, welche Aufgaben du in Zukunft erfüllen möchtest und wo deine Prioritäten liegen: Stabilität vs. Flexibilität, festes Gehalt vs. freie Projektwahl, Reisen vs. größere Wohnung, Team Spirit vs. Soloauftritt – um nur ein paar zu nennen. Wenn du deine Ziele aufgelistet hast und sich immer noch kein klares Bild ergibt, dann schaue genauer nach, ob du manche davon schwerer gewichten kannst als andere. Und dann? Schlaf nochmal drüber. Aber deine Intuition wird dich da schon auf den richtigen Weg führen.

Jeder mag seine eigene Methode haben, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Und ehrlich gesagt ist dieser Artikel hier für dieses Thema viel zu kurzgefasst. Aber dies war immer mein Vorgehen, wenn ich das Gefühl hatte, ich muss neue Weichen stellen. Und es hat mich immer weitergebracht. Zuletzt auf die Weichen, auf denen ich mich gerade befinde – und ich kann es kaum erwarten, bis es volle Fahrt vorausgeht.

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